• Das war`s dann wohl ? Schneller Abschied aus dem Bobsport ?

    Beitrag vom 23. März 2013


    Nachdem die ersten Gespräche nach der abgelaufenen Saison mit dem Bobverband, den Sponsoren, Athleten und Trainern geführt wurden, steht das Projekt Bobteam Loacker ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2014 in Sochi vor dem Aus.
    Die gezeigten Leistungen, die erreichten Ergebnisse, die Tendenzen, die Probleme am Start und all die weiteren Faktoren zur Perspektive der Mannschaft haben dazu geführt, dass es die bisherige Unterstützung für die kommenden Saison nicht mehr geben wird und somit ein Fortbestand der Mannschaft Loacker unwahrscheinlich ist.
    Was diese Entscheidungen für den int. Herren-Bobsport in Österreich bedeuten ist schwer zu sagen, event. kann eine Nachwuchsmannschaft bei optimaler Förderung die ent-standene Lücke in den nächsten Jahren schließen und so in Richtung Heim-Weltmeister-schaft 2016 und Olympia 2018 erfolgreichen Bobsport für Österreich zeigen.
    Wir haben jedenfalls alles versucht guten Sport zu zeigen und so die uns gewährte Unterstützung und das in die Mannschaft gelegte Vertrauen zu rechtfertigen. Leider konnten die Ergebnisse, warum auch immer, nicht so wie geplant, erwartet oder gewünscht erreicht werden. Eine Vielzahl von besonderen Umständen – die Insider wissen Bescheid – haben die Zielvorgabe in den Top 10 der Welt zu sein nicht möglich gemacht.
    Hier noch Ein paar Zahlen zum Projekt Bobteam Loacker 2010 – 2013
    - ca. 450 Trainings- und Wettkampffahrten
    - ca. 630 km Bahnabfahrten (Strecke Innsbruck – Altenberg)
    - ca. 230 Bahnbegehungen
    - ca. 800 Trainings- und Wettkampfstarts
    - ca. 25.000 kg Bobtragen zum Start bei den Wettbewerben
    - ca. 400 x Startschuhe abputzen bei den Rennläufen
    - ca. 1000 Std. Betreuung an der Bahn /Startbahn/Halle /Sportplatz usw.
    - ca. 400 Auswertungen und Diagramme (19.000 Teilzeiten eingegeben)
    - ca. 350 Videoanalysen an der Bahn oder im Starttraining
    - ca. 1000 Mails geschrieben (Organisation, Auswertung usw.)
    - ca. 300 Hotelübernachtungen für jeden der dabei war
    - ca. 45.000 Km mit dem eigenen Auto ( d.h. 500 Std. im Auto)
    - ca. 70 Besprechungen / Sitzungen/Auslosungen
    - 11 Bremser im aktiven Einsatz (Adolf, Lachkovics, Mayer, Wipplinger, Flunk, Withalm, Heufler, Sammer, Juhart, Hehle, Somov)
    - ca. 1500 Std. Betreuung durch Physio und weitere Trainer
    - ca. 250.000.- Euro Unterstützung durch Team-Sponsoren
    - ca. 120.000.- Euro Unterstützung durch ÖBSV
    - dazu noch Einkleidungen, Ausrüstung, Kufensätze, Sportgeräte, Transporter usw.

    Mein Resümee für die Arbeit in den letzten drei Jahren: es hat sich rentiert, aber wir waren wahrscheinlich um ein paar Jahre zu spät dabei.
    Herzlichen Dank für das Vertrauen und die gezeigte bzw. geleistete Unterstützung bei meiner Aufgabe und unserer Vision,

    Euer Teamtrainer Franz-Josef

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